- Tag: Ein komfortabler Reisebus brachte die 24 Teilnehmer aus Markgröningen und Tamm nach Bischofsgrün ins Hotel „Kaiseralm“. Unterwegs legte das Ehepaar Bayha, das die Reise und die Unternehmungen federführend geplant und durchgeführt hat, einen Stopp für ein Vesper ein: Es gab wunderbare Brezeln von unserem Markgröninger Stadtbäcker mit geräucherten Würsten und Käse. Schon im Bus hatte uns Uschi Bayha mit Sektausschank vom heimischen Gewächs aus Rosswag Appetit darauf gemacht. Nach dem Einchecken im Hotel machten wir kleine Erkundungen in der Umgebung, dann ging es zum Abendessen. Jeden Abend wurden mehrere Gänge von kundigem Personal serviert. Wir genossen diesen besonderen Service. Die bayerischen Bierspezialitäten trugen weiter zur Entspannung bei.
- Tag: Wanderung zum Fichtelsee. Am Morgen war es noch richtig frisch, aber im Laufe der Tage schien immer mehr die Sonne, so dass man bei den 16,5 km Gesamtwanderung hin und zurück nicht mehr fror. Ruhig und unter der Woche kaum besucht, wanderten wir um den Fichtelsee zur Einkehr. Unterwegs sah man immer wieder den Schneeberg, den höchsten Berg des Fichtelgebirges, der vor der Wiedervereinigung ein streng bewachtes militärisches Sperrgebiet war. Die Rückkehr gestaltete sich unterschiedlich: Einige fuhren mit dem Bus, andere fuhren nur eine Teilstrecke und die Fittesten marschierten die ganze Strecke zurück.
- Tag: Auf dem Panoramaweg bei Bischofsgrün. Alle sind mit der Wanderbegleiterin Inge diesen sehr abwechslungsreichen gut 10 km langen Weg gelaufen. Sehr schön war am Beginn der wundervolle, naturbelassene Weg direkt am Weißen Main. Moosbewachsene Felsen, munter plätscherndes, glasklares Wasser… man kam beim Wandern richtig ins Träumen. Wobei das nicht so günstig war, da der Weg doch einiges an Aufmerksamkeit verlangte. Weißer Main und Roter Main bilden bei Kulmbach den eigentlichen Main. Es ging stetig auf und ab. Nach einer Einkehr in einem Café mit wunderbaren Kuchen und Torten machten sich noch 12 Wanderer auf den Weg zum Ehrenfriedhof, einem parkähnlichen Gelände. Der Friedhof wurde während des ersten Weltkriegs angelegt. Hier wurden die Verstorbenen der Lungenheilstätte, die damals als Lazarett diente, bestattet. Die Gräber und Gedenksteine der früheren Soldaten sind jeweils ganz verschieden gestaltet, keine Massengräber, wie wir sie sonst kennen.
- Tag: Stadt Bayreuth: Alle Teilnehmer*innen fuhren mit dem Linienbus nach Bayreuth. Der Stadtführer holte uns am Hotel ab und erklärte uns schon auf dem Weg und im Bus Etliches über die Umgebung. In Bayreuth muss man das prunkvolle Markgräfliche Opernhaus besuchen, das zum UNESCO-Welterbe gehört.Dieses haben wohl alle mit Staunen gesehen. Bei einem früheren Besuch unserer Gruppe in Bayreuth waren wir auch am Festspielhaus und in der Eremitage mit den Gartenanlagen. Fränkische Küche und Bayreuther Bier gab es zum Mittag im Fränkischen Wirtshaus Oskar am Markt. Anschließend suchte sich jeder nach seinen Vorlieben ein Café oder eine Eisdiele. Mit vielen Eindrücken, gewärmt von der Sonne, ging es dann im recht vollen Bus zurück. Wie schön, dass uns das gute Abendessen im Hotel erwartete. Manche schwammen aber auch noch eine runde im Schwimmbad oder gingen in die Sauna.
- Tag: Die größte Herausforderung war der Weißmain-Ochsenkopf-Steig am letzten Tag. Die, die den An- und Abstieg über viele Steine und Felsbrocken bewältigten, waren wohl nur 10 ½ km gelaufen, hatten aber 450 hm geschafft. Einige nahmen die Seilbahn für den Auf- oder den Abstieg. Der Ochsenkopfgipfel selber ist 1024 m hoch, aber nur schwer zu erklimmen, da er von vielen großen, herumliegenden Felsbrocken gebildet wird. Auf den Flächen drum herum steht das markanteste Gebäude, der 190 m hohe Fernsehsender. Er wurde 1958 erbaut. Mit seiner hohen Sendeleistung versuchte man zu DDR-Zeiten, das westdeutsche Fernsehen möglichst weit in Ostdeutschland empfangbar zu machen. Abwärts ging es dann zügig zum Goethefelsen, zur Weißmainquelle und zum Weißmainfelsen. Letzterer ein weiteres Highlight.
Merkwürdig verwitterte, übereinandergestapelte Granitblöcke, die aussehen wie Kissen. Man nennt dies „Wollsackverwitterung“ Einige Mutige stiegen sogar die Treppe hinauf auf die Felsen. Beim weiteren Abstieg zur Jausenstation Maria Alm über Wurzeln und Steine hieß es: stetig aufpassen. Nun hatten wir uns ein Bier, Vesper oder einen Kaffee voll verdient. Am Abend erwartete uns im Hotel ein großartiges Buffet. Anschließend gab es Livemusik. Nach diesem wunderbaren Tag und am Ende der gelungenen Wanderreise haben viele noch gerne das Tanzbein und die Hüften zur Musik geschwungen..
- Tag: Leider war es das letzte opulente Frühstücksbuffet, das wir genießen konnten. Dann war auch unser Bus schon da. Der freundliche Busfahrer verstaute die Koffer und zurück ging´s. Wieder erfreute uns Uschi B. mit ihrem gekühlten Sekt. Christa bedankte sich am Ende beim Ehepaar Bayha im Namen aller für die ausgezeichnete Vorbereitung und Durchführung der Wanderreise. Wir haben uns total wohl gefühlt! Christa Hipp-Seliger



