Wanderung im Körschtal am 03. Mai

Am Sonntag, 3. Mai, wanderten 12 Wanderer aus Markgröningen, Tamm, Leonberg und Stuttgart mit der Wanderführerin Heike Krieg durch das Körschtal. Nach der Ankunft in Stuttgart-Möhringen trafen wir schon bald auf den Beginn der Körsch am Zusammenfluss zweier Bächle. Dort gab es ein paar Fakten zur Körsch und Heike stimmte uns poetisch auf den Frühling ein. Wenig später konnten wir an einer ehemaligen Mühle historische Mühlsteine bestaunen und erhielten Einblicke in das Leben der früheren Müller. Wir wanderten weiter durch üppige Wiesen und lichte Wäldchen, die die Körsch in ihrem idyllischen Tal begleiten und legten unterwegs eine kleine Vesperpause ein. Am Körschbrunnen in Plieningen hörten wir von einem der ersten Umweltskandale in den 60er Jahren, als Abwässer aus einer Sauerkrautfabrik den Brunnen vergifteten. Und am Klärwerk Plieningen berichtete Heike davon, wie die heutigen schädlichen Verunreinigungen in unserem Wasser, wie Mikroplastik und Spurenstoffe, leider nicht mehr sicht- und riechbar sind. Hoffnungsvoll ist jedoch, dass wir alle zum Gewässerschutz beitragen können. An einer weiteren ehemaligen Mühle ging es kurz vor der Einkehr um die Frage, was Mühlen mit dem Wandern zu tun haben? Gemeint ist natürlich das Lied „Das Wandern ist des Müllers Lust“, das von den Gesellen auf der Walz handelt. Ein Berliner Intellektueller hat das Lied angeblich so geschrieben, dass der Takt zum Mühlrad und zum Wanderschritt passt. Das testeten wir sogleich zu unser aller Belustigung. Nach der Einkehr mit deutsch-ungarischer Küche und einem kurzen Weg von Scharnhausen zur U-Bahn treten wir nach 14 km die Heimreise an.
Heike Krieg