Auf dem Sachsenheimer Weg von Häfnerhaslach nach Ochsenbach am 1. Febr. 2026

Ziel unserer Wanderung war der Höhenweg über dem Kirbachtal. Ein verbindendes Element ist der Sachsenheimer Weg von Häfnerhaslach über Ochsenbach- Spielberg- Kleinsachsenheim-Großsachsenheim. 23 Wanderer aus Markgröningen, Tamm, Marbach und Asperg fuhren mit Öffenlichen zum Startpunkt Badbrunnen in Häfnerhaslach, wo sie schon vom Vorsitzenden der dortigen Ortsgruppe erwartet wurden. Er berichtete über Aktuelles und aus der Historie des Dorfes beim anschließenden Rundgang. Der Name Häfnerhaslach taucht zum ersten Mal 1403 in einer Urkunde auf und deutet auf das Häfnerhandwerk hin, das hier ehemals von 100 Handwerkern ausgeübt wurde. Die Gemeinde gehörte zum Kloster Kirbach. Das Pfarrhaus war einst ein Beginenkloster. Die neu renovierte Remigiuskirche hebt sich heute von den andern historischen Gebäuden positiv ab, an denen der Zahn der Zeit nagt und die wegen Kapitalmangel nicht renoviert, sondern abgestützt und mit Metallbändern zusammengehalten werden. Ein Hingucker ist die ehemalige, voll funktionsfähige Kirchturmuhr, zu bestaunen in einem ebenerdigen Glashaus unterhalb der Kirche.
Der Aufstieg zum Heiligenbergsee erfolgte wegen der nassen Hohlwege über den bequemen Weinbergweg. Noch war der See mit einer Eisschicht bedeckt. Vorbei am Schlierkopf, immer auf der Höhe, erreichten wir den Weißen Steinbruch, in dem ehemals Stubensandstein abgebaut wurde. Er ist bekannt durch den Procompsognathus, einem weltweit nur hier gefundenen, 40 cm großen Raubtier auf 2 Beinen. Von der Aussichtsplattform aus schweift der Blick weit ins Zabergäu und zum Heuchelberg. Auf guten Wegen ging es abwärts in Richtung Ochsenbach, zur Schlusseinkehr. Da die Busse sonntags nur 2-stündlich ins Kirbachtal fahren blieb uns noch Zeit für einen Spaziergang zum Mammutbaum auf dem Friedhof, dessen Stamm 10 Frauen mit ausgestreckten Armen umspannen konnten. Trotz Busverspätung erreichten wir noch die S-Bahn in BiBi und kamen gesund und munter zu Hause an.          R.C.